Das fertige Rally-Modellauto, musste ich wie immer erst mal ganz auseinander schrauben, bis ich nur noch eine Hand voll Teile in einer Plastik-Schüssel vor mir liegen hatte. Die Karosserie war natürlich zuerst dran. Das schöne, lackierte Rally Outfit auf der Karosserie, habe ich mit einem Nitro getränktem Lappen entfernt. So, weiß war er ja schon mal, aber so konnte ich das Auto nicht lassen. Da waren vier Dinge, die dem weißen Lack nicht Stand halten sollten.

Als erstens mal die Antennen und die Luft-Hutze auf dem Dach, die schnell abgezwickt waren und mit Farbe verschlossen wurden. Ein paar Mal mit 1000er Wasserschleifpapier drüber schleifen und gut wars. Der Ausschnitt vom Auspuffrohr in der Heck-Stoßstange, war mir etwas zu klein. Also Rundfeile ansetzen und auffeilen, bis es eine ordentliche Größe angenommen hatte. Ein dickeres Auspuffrohr bastelte ich aus einem Plastik Strohhalm, was ich aber wieder abbaute, denn es gefiel mir so noch nicht. Also habe ich den Ausschnitt nochmal mit einem Dremel nachgefräst und ein anderes Stück Plastikröhrchen eingepflanzt. Unter dem Endrohr habe ich den Stoßfänger noch ein bisschen mit Pattex ausgebessert und Silber angemalt. Der Rally-Skoda hatte in der Motorhaube zwei Löcher, die eigentlich zur Kühlung vorgesehen sind und der Rallycross-Skoda besaß aber eine aalglatte Bedachung des Motors. Und so wichen die Löcher einem bisschen zweikomponenten-Knete, die mit der Zeit hart wird. Nach mehrmaligem schleifen, Knete auftragen und Grundieren, war die Motorhaube schön glatt wie Renès Rallycross-Bolide. Dann waren ja noch die seitlichen Luft Einlass-Löcher in der Seitenwand. Erst wollte ich das gar nicht machen, aber dies musste ich doch irgendwie hinbekommen. Nicht lange überlegt und es ging los. Ich bohrte mit einem 1er Bohrer erst mal ein paar kleine Löcher in die Seitenwand. Dann musste ich mit dem Dremel das noch sehr komisch aussehende Loch nacharbeiten, was nicht so einfach war. Die kleine Feile war auch noch ein gutes Werkzeug dafür, um die Lufteinlässe etwas schöner hinzubekommen. Die kleinen Abschlepp-Ösen sind auch noch an den Skoda gewandert. Viel kleiner geht es wirklich nicht und aus einem super dünnen Drähtchen bestehen sie.

Modellauto Skoda Fabia von René Münnich

Kurz vor dem Finish

Als ich mit allem zufrieden war und das musste ja schließlich einmal sein, schraubte ich die Teile wieder zusammen. Etwas tiefer habe ich das Modell auch noch gelegt. Dann ging das Beschriften los, nachdem ich die Karosserie erst mal ganz Weiß Lackiert hatte. Aber halt! Beim weiter Betrachten der Bilder, die ich als Vorlage genommen hatte, fiel mir noch etwas auf, was mein Modell eben nicht besaß. Das Gitter an der Seitenscheibe, das den Fahrer schützen soll. Also wühlte ich in meiner Kram-Kiste und fand so etwas Ähnliches. Natürlich musste das Modell dafür noch mal aufgeschraubt werden. Also Gitter zurechtschneiden, aufkleben und das Modell wieder zuschrauben.

So entstand der Rallycross Skoda Fabia von René Münnich. Dieses Modell habe ich in ca. drei Monaten umgebaut.

Hier sind die Bilder